Gesamtdarstellung der Ereignisse und Hintergründe
Ich bin iranische Staatsbürgerin, besitze einen iranischen Pass und lebe mit einem unbefristeten Aufenthaltstitel in Deutschland. Ich habe zwei Schreiben des LKA erhalten und nehme dies zum Anlass, mich umfassend, öffentlich und detailliert zu allen Vorgängen zu äußern. Weitere Details unter Täterübersicht.
Diese Stellungnahme dokumentiert die Ereignisse, die mich seit dem 14. März 2026 betreffen, sowie die davorliegenden und nachfolgenden Entwicklungen. Sie dient der öffentlichen Einordnung, der persönlichen Aufarbeitung und zugleich als Grundlage für rechtliche Schritte.
1. Ausgangslage und Vorfall am 14. März 2026
Am 14. März 2026 nahm ich in Berlin an einer Kundgebung teil. Ich wurde am Vorabend spontan von einer Freundin eingeladen. Aufgrund meiner gesundheitlichen und psychischen Situation hätte ich ohne diese Begleitung nicht teilgenommen.
Bereits vor Ort befand ich mich in einem stark belasteten Zustand (Schlafmangel, Stress, Überforderung). Während der Veranstaltung kam es zu einer zunehmenden psychischen Eskalation.
Im Rahmen eines Interviews wurde ich öffentlich und unbegründet beschuldigt, für den Verfassungsschutz tätig zu sein. Diese Behauptung verbreitete sich anschließend viral und verschärfte die Situation erheblich.
In einem massiven psychischen Ausnahmezustand zeigte ich einen in Deutschland verbotenen Gruß. Dieses Verhalten war eine akute Reaktion auf eine extreme Überforderungssituation. Ich übernehme hierfür Verantwortung.
2. Polizeieinsatz und körperliche Gewalt
Unmittelbar nach dem Vorfall wurde ich von mehreren Polizeibeamten festgenommen.
Im Zuge dieser Maßnahme kam es nach meiner Wahrnehmung zu massiver körperlicher Gewalt:
- Schläge ins Gesicht
- Schläge gegen Hinterkopf und Rücken
- Tritte gegen die Knie
- gewaltsames Verdrehen der Arme
- Herausreißen von Haaren
Diese Handlungen erfolgten vor Zeugen und teilweise vor laufenden Kameras.
Ich bin körperlich unterlegen (ca. 1,70 m, ca. 60 kg) und gesundheitlich vorbelastet. Von mir ging keine Gefahr aus, die ein solches Maß an Gewalt rechtfertigen könnte.
Ich wurde infolgedessen drei Tage stationär im Krankenhaus behandelt.
Im Krankenhaus gab ich aus Angst vor Konsequenzen zunächst nicht an, dass es sich um Polizeibeamte handelte.
3. Gesundheitliche Vorgeschichte (2018)
Ich leide an einer diagnostizierten posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), psychosomatischen Beschwerden und einer Verhaltensstörung.
Diese Erkrankungen sind nach meiner Überzeugung Folge massiver Polizeigewalt im Jahr 2018. Vor diesem Zeitpunkt bestand dieses Krankheitsbild nicht.
Ich bin dadurch derzeit arbeitsunfähig, soll jedoch nicht in Rente gehen, sondern suche weiterhin nach einer Möglichkeit, trotz meiner Einschränkungen zu arbeiten.
4. Weitere prägende Ereignisse (2024)
Im Jahr 2024 kam es zu weiteren einschneidenden Vorfällen:
- Am 13. März 2024 (2. Ramadan-Tag) kam es zu einem aus meiner Sicht unverhältnismäßigen Polizeieinsatz, bei dem mir mein Hijab abgenommen wurde.
- Am 8. November 2024 kam es zu einer Festnahme und einem gerichtlichen Verfahren, das ich als diskriminierend wahrgenommen habe.
Diese Ereignisse haben meine psychische Belastung weiter verstärkt.
5. Öffentliche Diffamierung und digitale Angriffe
Nach dem Vorfall 2026 wurde ich massiv öffentlich diffamiert.
Es kam insbesondere zu:
- falschen Behauptungen (u. a. Verfassungsschutz-Vorwurf)
- viraler Verbreitung dieser Inhalte
- Erstellung von Fake-Accounts mit meinem Namen und meinen Fotos
- schweren rufschädigenden Unterstellungen
- Kontaktaufnahme mit meiner Familie
- gezielter öffentlicher Hetze
Teilweise wurde die Situation zwischenzeitlich aufgeklärt, dennoch kam es ab dem 21. April 2026 erneut zu einer plattformübergreifenden Eskalation. Zeitgleich erhielt ich Schreiben des Landeskriminalamts zur Stellungnahme.
6. Muster der Eskalation
Sowohl im Kontext des Vorfalls als auch im digitalen Raum zeigt sich ein wiederkehrendes Muster:
- unbelegte Behauptungen
- emotionale Eskalation
- virale Verbreitung
- persönliche Angriffe
- Verlagerung von Verantwortung auf die betroffene Person
Diese Dynamik hat erhebliche reale Auswirkungen auf meine Gesundheit und mein Leben.
7. Der Fall Joud Chahrour und digitale Dynamiken
Im Zusammenhang mit dem tragischen Tod von Joud Chahrour sowie den gegen mich gerichteten Angriffen lassen sich aus meiner Sicht strukturelle Parallelen erkennen:
- wiederkehrende Accounts und digitale Konstellationen
- öffentliche Eskalation über Social Media
- schwer überprüfbare Behauptungen
- massive persönliche Angriffe
Ich stelle hierbei keine abschließenden Tatsachenbehauptungen auf, sondern fordere eine sachliche und unabhängige Aufklärung der jeweiligen Vorgänge.
8. Gesundheitliche Folgen
Die Gesamtereignisse führen zu erheblichen gesundheitlichen Auswirkungen:
- PTBS und psychosomatische Schmerzen
- Konzentrations- und Wortfindungsstörungen
- starke Stressreaktionen
- emotionale Überlastung
9. Gesellschaftliche Einordnung
Ich werde die öffentliche Aufmerksamkeit nutzen, um folgende Themen zu behandeln:
- Polizeigewalt und Verhältnismäßigkeit staatlichen Handelns
- digitale Hetze und Rufmordkampagnen
- Meinungsfreiheit und ihre tatsächliche Anwendung
- religiöse und gesellschaftliche Spannungsfelder
- Kinderschutz und Missbrauchsdynamiken
- Unterschiede politischer Systeme und deren mediale Darstellung
Dabei ist für mich zentral:
Wenn Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht — und der Versuch, Wahrheit zu unterdrücken, macht sie erst sichtbar.
10. Schluss
Ich werde die gegen mich gerichteten Vorgänge weder ignorieren noch hinnehmen.
Ich werde sie:
- dokumentieren
- rechtlich prüfen lassen
- öffentlich einordnen
- und konsequent aufarbeiten
Diese Stellungnahme entspricht nach bestem Wissen und Gewissen meiner persönlichen Wahrnehmung und dient der vollständigen Darstellung der Ereignisse.
